Metadaten

Metadaten enthalten Informationen über andere Daten („Daten über Daten“) und sind somit von den eigentlichen Daten zu trennen.
Metadaten folgen also dem Prinzip des Verweisens und Beschreibens von (digitalen) Daten. In der bibliothekarischen Praxis sind zu den Metadaten etwa die Angaben zu Autor, Titel und ISBN zu zählen, während der Begriff in der Softwareentwicklung etwas anderes meint (z. B. erläuternde Bestandteile eines Programmquelltextes, deren Auswertung maschinell geschieht und die überwiegend zur Dokumentation oder zur Codegenerierung genutzt werden und dem besseren Verständnis des Programmierers dienen).
Im Projekt Beethovens Werkstatt werden solche Daten als Metadaten bezeichnet, die im sogenannten Kopfbereich, im MEI-Head einer MEI-Datei gespeichert werden. Dies geschieht durch das strukturierte Erfassen von Informationen zum Inhalt der Datei. Dazu gehören beispielsweise der Dateiname, Angaben über die letzte Änderung an der Datei, wie sie erstellt und was geändert wurde. Das Codierungsformat MEI bietet im MEI-Head die Möglichkeit, Metadaten in sehr großem Umfang abzulegen. Titeleien, Personendaten, Quellenbeschreibungen und detaillierte Angaben zum Werk sowie die Option, sämtliche Daten zu verlinken, haben dort ihren Ort. Außerdem ist es möglich, MEI-Dateien zu erstellen, die sich ausschließlich auf die Bereitstellung von Metadaten konzentrieren, also keine codierte Musik enthalten. Dies ist beispielsweise nützlich für die Erstellung von Werkverzeichnissen. Das Projekt beschränkt sich derzeit auf das Erfassen der vorerst wichtigsten Metadaten, wie Titel, Komponist und Verfasser der Datei.
Eine umfangreiche Definition zum Begriff Metadaten und dessen Nutzung in unterschiedlichsten wissenschaftlichen Forschungsgebieten ist auf http://dev2.dariah.eu/wiki/display/publicde/1.2+Terminologie nachzulesen.

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