Textwegweiser

Beethoven verwendet in seinen Manuskripten verschiedene Verweiszeichen, um für sich selbst, einen Kopisten, Notensetzer etc. Zusammenhänge in Notentexten zu sichern, die durch einen irregulären Textfluss (z. B. aufgrund von Variantenbildungen) gestört sind. Dazu gehören z. B. vide-Verweise, Kreuze, durchkreuzte Kreise oder numerische Verweiszeichen (wie z. B. 1, 2 oder 3200, 800000). Diese verbinden räumlich getrennte, aber inhaltlich zusammengehörende Textsegmente. Textwegweiser gehören zum Zeichenrepertoire expliziter Metatexte.

Vide-Verweis Op. 59.3

Der vide-Verweis trennt die beiden Wortsilben auf und signalisiert so die Verbindung. (Ausschnitt aus der Werkniederschrift des Streichquartetts Op. 59/3, 2. Satz, T. 32–37: Beethoven-Haus Bonn, BH 62, S. 18)

op. 111, 1. Satz

Bei durchkreuzten Kreisen wird jeweils das gleiche Zeichen an beiden zu kennzeichnenden Stellen benutzt. (Ausschnitt aus der Werkniederschrift der Klaviersonate Op. 111, 1. Satz, T. 134: Beethoven-Haus Bonn, BH 71, S. 17)

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