Scharnier

Scharniere bezeichnen die Übergangsstellen zwischen einer Variante und ihrem Kontext, in den sie eingebettet ist. Aus pragmatischen Gründen werden die unmittelbar an eine Variante angrenzenden Taktstriche als Scharnierstellen festgelegt. Somit ist der aktuell gebrauchte Begriff Scharnier eine schematisch festgelegte und für die kontextuelle Einbettung und quantiative Begrenzung von Varianten nützliche Beschreibungkategorie, er bezeichnet jedoch keine Eigenschaft des Textes. Jede Variante besitzt ein Scharnier zu Beginn. Bei letztgültigen Varianten, die innerhalb von Revisions-Variantenbildungsprozessen entstehen, kann stets auch ein Scharnier am Ende klar definiert werden. Entsteht eine letztgültige, also kontextintegrierte Variante innerhalb eines Adhoc-Variantenbildungsprozesses, ist der Übergang von Variante und Kontext hingegen nahtlos, weshalb kein End-Scharnier festgelegt werden kann. Bei Varianten, die am Beginn oder Ende eines Satzes auftreten, wird der Satzanfang bzw. das Satzende als Scharnier definiert.

Version 1.0.1