Projekttreffen in Bonn

Anfang Juli 2014 fand in Rolandswerth bei Bonn das erste Projekttreffen statt, bei dem Arbeitsplanung und Projektorganisation im Mittelpunkt standen. Darüber hinaus erhielten die Mitarbeiter eine Einführung in die Codierungsmöglichkeiten von MEI und den Umgang mit der Edirom-Software. Auch die Charakteristika von Beethovens Handschrift waren Gegenstand der Beschäftigung. Die Mitarbeiter des Beethoven-Hauses Dr. Julia Ronge und Dr. Jens Dufner beteiligten sich als Gäste mit Beiträgen über Merkmale von Beethovens Notenschrift sowie über Beethovens Zusammenarbeit mit seinen Kopisten. Daneben wurden Beispiele für die Mikrochronologie von Schreib- und Korrekturmaßnahmen vorgestellt. Ausführlich diskutiert wurden Grundpositionen im Hinblick auf die genetischen und digitalen Anteile des Projekts sowie Perspektiven und Probleme, die sich im Bereich der Grundlagenforschung ergeben. Zudem wurden erste Überlegungen zu einem Modell für eine genetische Taktzählung diskutiert.
Im ersten Modul, das die Darstellung von Entstehungsvarianten in den Blick nimmt, sollen spezifische Variantentypen ermittelt werden, wobei ein repräsentativer Querschnitt durch alle Gattungen Beethovenscher Werke angestrebt wird. Dabei soll zugleich eine eindeutige Terminologie erarbeitet und ein Modell zur Codierung von textgenetischen Prozessen entwickelt werden.

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