Inside Beethoven!
Das begehbare Ensemble / The Audience Goes on Stage

Inside Beethoven! Das begehbare Ensemble ist eine Klanginstallation der Hochschule für Musik Detmold, die als Verbundprojekt im Rahmen von BTHVN2020 in Kooperation mit dem Zentrum für Musik- und Filminformatik (ZeMFI), dem Erich-Thienhaus-Institut, dem Projekt „Beethovens Werkstatt“ und einer Reihe weiterer Beteiligter entstand. Als Besucherin und Besucher betreten Sie eine Bühne, auf der unsichtbare Musiker spielen. Sie können an jedes einzelne Instrument herantreten, hören dabei den jeweils Musizierenden aus nächster Nähe zu und erleben so, wie diese das Zusammenspiel in einem Ensemble wahrnehmen und gestalten. Die Idee zu diesem für den Besucher neuartigen akustischen Erlebnis wurde realisiert am Beispiel von Beethovens Septett op. 20 und seiner eigenen Bearbeitung dieses Werkes für Klaviertrio op. 38. Beide Werke werden vom Grundlagenforschungsprojekt „Beethovens Werkstatt“ im Rahmen des Projektmoduls 2 („Beethoven als Bearbeiter eigener Werke“) behandelt und wurden für die Ausstellung in einer aus der MEI-Codierung erzeugten Synopse des Notensatzes zur Verfügung gestellt, die vom Besucher beim Hören mitverfolgt werden kann. Zu den Besonderheiten der Installation gehört auch, dass man als Hörer durch das Betätigen eines Schalters unterbrechungslos zwischen beiden Fassungen wechseln und so einen lebendigen Eindruck von Beethovens Bearbeitungsweise erhalten kann. Dieses Ausstellungsobjekt ist während des Jubiläumsjahrs 2020 an verschiedenen Orten zu Gast: im Lippischen Landesmuseum Detmold, im Heinz Nixdorf MuseumsForum Paderborn, im Beethoven-Haus Bonn, im Haus der Musik Wien sowie in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig und Frankfurt/Main.

Foto der Installation: Simon Waloschek

Die vorliegende Website des Projekts „Beethovens Werkstatt“ bietet Ihnen als Nutzer nun die Möglichkeit, über den neuartigen Höreindruck hinaus mit Hilfe Computer-gestützter Methoden noch tiefer in die Bearbeitungstechniken Beethovens einzudringen und Bearbeitung und Originalversion parallel aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Wenn Sie direkt in die hierfür entwickelte Anzeigeversion der sogenannten VideApp-Arr wechseln wollen (wo Sie auch weitere Eigenbearbeitungen Beethovens unter den dort genannten Perspektiven betrachten können), wählen Sie bitte den folgenden Link: videapp-arr.beethovens-werkstatt.de. (Wichtiger Hinweis: Die noch in Entwicklung befindliche App ist sinnvoll nur auf größeren Bildschirmen nutzbar!)

Screenshot der VideApp Arr mit der Synopse von op. 20 / op. 38, Satz I, T. 77–83

Möchten Sie sich zunächst über die Möglichkeiten der in der Abbildung über diesem Text sichtbaren VideApp-Arr informieren, in der beide Versionen jeweils leicht vergleichbar untereinandergestellt sind, finden Sie eine kurze Beschreibung des Tools und seiner die Verwandtschaftsbeziehungen verdeutlichenden Auswahl- bzw. Darstellungsoptionen unter: Perspektiven der VideApp Arr.

Hingewiesen sei auch auf die gedruckte Dokumentation zur Ausstellung, die mit freundlicher Unterstützung des Beethoven-Hauses Bonn in der dort erscheinenden Reihe Begleitpublikationen zu Ausstellungen des Beethoven-Hauses (hg. von Nicole Kämpken und Julia Ronge) als Bd. 28 zum Start der Ausstellung vorgelegt werden konnte. Die 128-seitige Dokumentation in deutscher und englischer Sprache ist in Gestalt eines Medienbuchs mit einer begleitenden CD publiziert, auf der beide Werke in der während der Ausstellung genutzten Neueinspielung durch die Hochschule für Musik Detmold zu hören sind. Zu der Veröffentlichung haben die Mitarbeiter*innen des Akademieprojekts, des ZeMFI und des Detmolder Tonmeisterinstituts Texte beigetragen. Das Medienbuch ist unter der ISBN 978-3-88188-175-3 direkt vom Shop des Beethoven-Hauses Bonn oder im Buchhandel zum Preis von 18.- € zu beziehen.